Harmonische Entwicklung für unsere Regionen

Der Kanton Freiburg ist – neben Waadt und Bern – einer der drei interessantesten Kantone für die Windenergieproduktion in der Schweiz. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen, um den Anteil der im Kanton produzierten erneuerbaren Energie zu erhöhen. Heute deckt der Kanton Freiburg die Hälfte seines Bedarfs durch importierten Strom, wovon ein grosser Teil aus fossilen Energiequellen stammt (Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Deutschland). Mit der Entwicklung weiterer Windkraftprojekte in der Region könnte der Kanton dank der erneuerbaren Energiequellen zu einem unabhängigen Selbstversorger werden.

Eine gut abgestimmte Planung

Grundlage für die Auswahl eines Windparkstandorts ist der kantonale Richtplan. In dem 2020 durch den Bund bestätigten Richtplan des Kantons Freiburg sind die Standorte festgelegt, die sich aufgrund ihres hohen Windpotenzials und bestimmter topografischer Merkmale besonders gut für die Windenergieproduktion eignen. Der Plan stützt sich dabei sowohl auf Studien, Sachpläne und Bestandsverzeichnisse des Kantons als auch auf die Erfahrung und die Praxis der kantonalen Verwaltung im Bereich der Raumplanung. Er berücksichtigt darüber hinaus die vom Bund durchgeführten Studien, insbesondere die Konzepte und Sachpläne, in denen die Prioritäten und die Rahmenbedingungen für seine Zuständigkeitsbereiche definiert sind. Politische Erwägungen haben bei der Auswahl keine Rolle gespielt; es wurden nur die Standorte beibehalten, die nicht im Konflikt mit anderen wichtigen Interessen standen. Die festgelegten Orte sind nach heutigem Kenntnisstand eindeutig am besten geeignet.

Nach dem Freiburger Richtplan könnten 160 Millionen Kilowattstunden pro Jahr durch Windenergie erzeugt werden – was dem Strombedarf von 35 000 Haushalten oder zehn Prozent des insgesamt im Kanton verbrauchten Stroms entspricht. Der Ertrag der Windenergie läge somit zwischen der Produktion der beiden Wasserkraftwerke Schiffenen (130 GWh/Jahr) und Rossens (205 GWh/Jahr).

Ein Vergleich der Produktionsleistungen sollte auch die verschiedenen Funktionsweisen der jeweiligen erneuerbaren Energiequellen berücksichtigen. Eine Fotovoltaikanlage ist rund 1000 Stunden im Jahr voll ausgelastet (vor allem im Frühjahr, Sommer und Herbst); ein Wasserkraftwerk kommt auf 2000 Produktionsstunden (vor allem im Frühjahr, Herbst und Sommer), eine Windkraftanlage läuft ebenfalls 2000 Stunden (vor allem in den Wintermonaten). Die genannten Wirkungsgrade entsprechen in etwa denen der in Deutschland oder anderen Nachbarländern und
-regionen installierten Anlagen.

Der kantonale Richtplan enthält sieben günstige Perimeter für mögliche Windparks. Das energiepolitische Ziel, die Produktion von 160 Gigawattstunden Windenergie pro Jahr bis 2030, liesse sich schon mit vier Windparks erreichen.

Die Freiburger Windenergiestandorte

Koordinationsstand «Festsetzung»: Die in dieser Kategorie klassierten Standorte sind bereits im Richtplan festgesetzt und werden beibehalten. Das heisst, die Projektplanung kann beginnen.

Koordinationsstand «Zwischenergebnis»: Die räumliche Koordination hat bereits begonnen, bedarf aber noch vertiefter Studien durch die zuständigen kantonalen Stellen. Für diese Standorte sind noch keine konkreten Projekte in Planung.

Weitere Projekte

Neben den Freiburger Projekten entwickelt Groupe E Greenwatt noch weitere Anlagen, insbesondere im Kanton Neuenburg.

Windpark « Montagne de Buttes » : www.montagnedebuttes.ch
Windpark « Les Quatre Bornes » : www.les4bornes.ch
Windpark Val-de-Ruz : www.eole-de-ruz.ch
Windpark Val Eole : www.valeole.ch
Windpark de Krinau (SG) : www.windenergie-krinau.ch
Windpark de Rheinau (SG) : www.windpark-rheinau.ch

Timeline

Wir stehen heute erst ganz am Anfang eines Prozesses, der sich über viele Jahre erstrecken wird. Nach der Genehmigung des kantonalen Richtplans kann mit der ersten Phase – den Verträglichkeitsstudien – begonnen werden.

Die eigentlichen Arbeiten haben gerade erst begonnen

Im Richtplan des Kantons Freiburg sind vier Standorte als «festgesetzt» vermerkt. An diesen Standorten gilt es nun weitergehende Windstudien durchführen, um zu erkennen, ob die Errichtung eines Windparks an diesen Stellen sinnvoll ist. Die ganzjährigen Untersuchungen sind wichtig, da sie Aufschluss darüber geben, ob der Wind ausreichend stark ist. Ausserdem sollten an den Windmessmasten auch Geräte zur Erfassung der Aktivitäten und der Jagdreviere von Fledermäusen installieren. Fallen diese Gutachten positiv aus, können Anzahl, Modell und genauer Standort der Windkraftanlagen festgelegt werden.

Darüber hinaus werden die Auswirkungen auf den Menschen und den Vogelzug untersucht sowie die Möglichkeit, die Anlagen über unterirdische Leitungen mit dem Stromnetz zu verbinden. Auch die möglichen Zugangswege und der Flächenverbrauch sind Gegenstand von Studien. Alle Aspekte im Zusammenhang mit der menschlichen und der natürlichen Umwelt (Luft, Lärm, Wasser, Boden usw.) werden von Anfang an in der Projektierung berücksichtigt, sodass Groupe E Greenwatt entsprechende Massnahmen bestimmen kann, um Auswirkungen ihrer Projekte zu vermeiden, zu mindern oder zu kompensieren. Für diese Massnahmen gelten klare Prioritäten: Vorrangig geht es um die Vermeidung von Auswirkungen, dann um ihre Verringerung und schliesslich um die Kompensation der verbleibenden Einflüsse. Ausserdem werden allgemeine Massnahmen zur Gebietsverbesserung getroffen, wie unter anderem die unterirdische Verlegung von Stromleitungen oder Massnahmen zum Schutz der Tierwelt und für den Erhalt der Landschaftsstrukturen.

Gestalten wir gemeinsam die Energiezukunft

Als Akteurin der Energiewende ist Groupe E Greenwatt bereit, die Gemeinden zu unterstützen, die Windparkprojekte auf Gemeindegebiet fortsetzen möchten. Das Unternehmen wird die Bevölkerung auch weiterhin über die Bedeutung der Windenergie für die Stromversorgungssicherheit im Winter informieren.