Der Weg zu einer vollständig nachhaltigen Energieversorgung

Die Schweizer Bevölkerung hat sich mit der Annahme der Energiestrategie 2050 zu einem schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie bekannt. Um die Produktion der Atomkraftwerke auszugleichen, braucht es neue erneuerbare Energiequellen. Schon heute werden rund zwei Drittel des Strombedarfs der Schweiz durch Wasserkraftwerke gedeckt, und auch die Fotovoltaik erlebt einen starken Aufschwung. Um den gesamten Energiebedarf, vor allem im Winter und in der Nacht, zu decken, reichen diese beiden Energiequellen allerdings nicht aus. Hier kommt die Windenergie mit ihrem beträchtlichen Potenzial ins Spiel, denn eine einzige Windkraftanlage kann den Strombedarf von rund 5000 Personen decken.

Das ist vor allem für eine sichere Energieversorgung im Winter wichtig, wenn Wasserkraftwerke und Solaranlagen weniger Strom liefern. Heute muss die Schweiz in den Wintermonaten noch Strom importieren, um den in dieser Jahreszeit besonders hohen Bedarf an Licht und Heizenergie zu decken. Die Windkraftanlagen in der Schweiz erzeugen nahezu zwei Drittel ihrer Jahresproduktion im besonders windreichen Winterhalbjahr. Ein Energiemix aus Wasserkraft, Sonnen- und Windenergie kann daher nicht nur die Atomenergie ersetzen, sondern die Schweiz auch unabhängiger von Stromimporten aus dem Ausland machen.